Entfernungen

Aktualisiert: 12. Aug 2019

(und eine Anleitung wie man es leicht schaffen kann zu uns zu gelangen)


Mull ist weit weg, ok.

Als ich 2016 mit der „Iona Summer School“ anfing und sie bewarb – und da redete ich von der eigenen Erfahrung des Nach-Iona-Reisens, kam mir das gar nicht so weit weg vor. Weit schon, eine schöne Reise, aber machbar.


Easyjet ab Basel am frühen morgen, Ankunft am Edinburg Flughafen noch am Vormittag, weiter mit dem Bus nach Glasgow, das dauert eine knappe Stunde, ab dort mit Bus oder Bahn 3-4 Stunden die wunderschöne Route entlang Loch Lomond, durch die Highlands zum Fährhafen-Städtchen Oban. Dort weiterer Schritt der Verlangsamung, des Ankommens. Umsteigen auf die Fähre. Langsam entfernt man sich vom Festland und langsam nähert man sich der Insel Mull. Dort wartet der Bus, der gemütlich die Single-Track-Road gen Iona schaukelt. Nach 45 Minuten lässt man sich am Gate der Leob Croft absetzen.


The single track road on Mull through Glen More

Das klappt im Sommer gut, denn in der Touristensaison verkehren mehre Bahnen, Busse und Fähren. Im Winter geht das nicht an einem Tag, die erste Fähre am morgen um 9, die letzte am Nachmittag bereits um 16 Uhr. Das ist der limitierende Faktor, das Nadelöhr. An einem Tag kann man die ganze Reise, von Deutschland, Schweiz oder Festland bis nach Mull oder Iona nur im Sommer schaffen, und auch dann nur, wenn man früh aufsteht.


Die Richtung von der Insel weg, ist noch aufwändiger. Bis man von der Insel auf der Fähre, in Oban, in Glasgow oder Edinburgh am Flughafen ist, ist der Tag fast vorüber und abends, da fliegt nichts mehr, nicht dahin wo man hinmöchte und mit dem den Fluglinien, deren Preise man bezahlen kann. Das bedeutet: übernachten in de Stadt, und früh aufstehen und zum Flughafen. Bis man dann am Ziel ist hat man fast schon zwei Tagen Reise hinter sich. Wer also wenig Zeit hat, kommt bei uns an, und muss schon wieder los. Also nur kommen mit viel Zeit! Zwei Wochen sollten es – inklusive Hin- und Rückreise sein, damit man ankommen kann, die Verlangsamung nicht als Ärgernis, sondern als Wert entdeckt, in das Mull Tempo eintauchen kann und sich so richtig gründlich erholt. Denn das kann man hier bzw. das passiert einfach! Aber nur, wenn man nicht bereits an die Rückfahrt denkt.


Participants of the workshop "speaking stones". I just love the cloads on that picture!

Als Charlot und ich mit dem Auto (gemieteter Minivan) umgezogen sind, dauerte es dementsprechend noch länger. Basel via Amsterdam auf die Fähre, wäre an einem Tag möglich gewesen wenn man sehr früh los fährt, und durchfährt und gut durch kommt. Fähre fährt am Nachmittag. Das ist aber unmenschlich stressig. Wir übernachteten lieber bei Charlots Mutter in Maastricht. Dann gemütlich bis Amsterdam und rechtzeitig da sein um am Hafen noch sehr gutes Fish & Chips zu essen. Eine Nacht auf der Fähre, dann endlose Fahrt auf vollen Landstrassen gen Edinburgh. Lange Stunden durch die Highlands zur Fähre, letzte Kilometer auf dem Zahnfleisch, angekommen. Das mussten wir ja auch wieder zurück (um das Auto wieder abzugeben und meines abzuholen) und dann nochmals das Ganze! Wir machten diese Tour als 3 Mal. Das war zermürbend und die Strecke wurde jedes Mal länger. Abgesehen davon ist sie wunderschön!


Wenn ich wegen Kursen (zum Geld verdienen) Mull verlassen muss, etwa nach Stuttgart oder in die Schweiz, kommt mir die Reise inzwischen sehr lange vor. Oft auch durch unplanbare Zwischenfälle verlängert. So sitze ich gerade auf der Fähre nach Oban. Die vorherige fiel aus! So verpasse ich meinen Anschluss-Bus und muss mit dem letzten Zug nach Glasgow. Dort komme ich dann erst 23.37 an. Und da ich am nächsten morgen um 6:0O am Busbahnhof sein muss um rechtzeitig am Edinburgher Flughafen zu sein, wird dies eine sehr kurze Nacht werden. Am Nachmittag werde ich sicherlich nicht gut erholt, meinen Workshop in Dornach beginnen. Der Aufwand der langen Reise ist durch diesen Zwischenfall, schon ganz zu Beginn der Reise auch um £30 teurer geworden. Das Bus-Ticket hatte ich schon und werde es nicht erstattet bekommen. Aber immerhin, so spät abends fährt noch ein Zug!


Mull so scheint es, will, dass man dort bleibt. Iona ist eben das Zentrum der Welt. Es zieht einen an und läst einen nicht mehr los!


Iona ist auch im Winter wunderschön!


Hier noch „Praktische Infos“ da wir immer wieder gefragt werden, wie man am besten bucht. Hier ein paar Links zum planen und buchen:


Easyjet ist günstig für Flüge ab Berlin oder Basel nach Edinburgh. www.easyjet.com

Besser man fliegt aber nach Glasgow. Der Flughafen liegt nämlich direkt an der Buslinie nach Oban.


Ab Edinburgh muss man erst nach Glasgow kommen: Das geht mit Citylink (Airlink).

http://www.citylink.co.uk/


Gleiche Website benutzen zum Buchen des Busses von Glasgow nach Oban. Bei Frühbuchung kostet das Ticket um £12.


Sehr schön auch der Zug ab Glasgow Queen Street nach Oban. Für Frühbucher kostet das £15. Sonst fast £30.


Der Bus vom Edinburgh Flughafen nach Glasgow bringt einen zum Busbahnhof „Buchanan Bus Station“ (dort enden oder starten alle Langstreckenbusse). Von dort sind es 5-10 Minuten zu Fuß umzusteigen zum Bahnhof „Queen Street“ für den Zug nach Oban (der Weg ist beschildert).


In Oban ist der Bus und Zug-Bahnhof in Sichtweite zur Fähre, fast gegenüber dem Fährt-Termial. Dort kauft man ein Ticket £7.40 „open-return“ und geht auf das Schiff. Nach einer knappen Stunde ist man in Craignure. Es lohnt sich von der Fähre aus die Landschaft zu bewundern, nach Delphinen, Walen und Vögeln Ausschau zu halten. Es gibt alte Burgen, Schlösser, Leuchttürme, den größten Steinbruch Europas und vieles mehr zu sehen. Vor allem aber: genießen, das langsame Tempo, die frische Luft!


Man sollte schauen, dass man eine Fähe nimmt wo im Anschluss auf Mull ein Bus verkehrt. Dieses überprüfe man auf dieser Seite: http://www.westcoastmotors.co.uk/




Hier die Buslinie „Crainure – Fionnephort/Iona“ finden. Und drauf achten, ob Du den Winter- oder den Sommerfahrplan geöffnet hast. Die Busfahrer kennen die Leob Croft, man kann sich dort absetzen lassen. Im Falle das sie das nicht kennen, Ticket bis „Lee/Ardtun“ lösen. Diese Station ist ca. 300 Meter „zu weit“, man laufe also die paar Schritte zurück den Hügel hoch und findet in der Kurve den Einganz zur Leob Croft (vor oder hinter dem Gate stehen meist Autos, da steht ein kleines Giebelhäuschen (großer Briefkasten) mit roter Schrift „Leob Croft, Self Catering“. Wenn man nicht erwartet wird, geht man durchs Gate, schließt es wieder hinter sich und läuft einfach runter zu den Häusern und findet uns!



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