Zielgerade zur Geburt

Wir haben Ihn! Das «S2» Formular. Nach endlosen Telefonaten (die Charlot alle super geführt hat, geduldig, konzentriert, bewundernswert freundlich!) hat Charlot`s Krankenkasse (in Deutschland) doch noch gemerkt, dass ihr ein solches Formular zusteht. «S2» bescheinigt, dass die dt. Krankenkasse für geplante Behandlungen im EU-Ausland einsteht. Grosse Erleichterung! Und die NHS freut sich auch- dieses Formular wollten sie von Beginn an und haben es nun. Die Bürokraten sind zufrieden und die Abrechnungen laufen nun (für uns) im Hintergrund direkt zwischen den Kassen.

Aber was die Geburt selbst anbelangt haben wir uns "bewegen" müssen. Vom Traum der Hausgeburt auf der Insel mussten wir uns verabschieden. Selbst «Oban» (der nächst mögliche Ort auf dem Festland) mussten wir Adé sagen, denn dort ist die Wohnung, die für solche Fälle (für Leute von den Inseln) zur Verfügung steht bereits vergeben und die wollen uns immer noch nicht. Das Risiko ist denen zu gross. Erste Geburt- da kann ja alles mögliche schief gehen Sie wüssten ja nicht wie Charlot`s «Body» (diese unberechenbare Maschine) funktioniere. Beim zweiten Kind (wenn denn beim ersten alles gut ging und man etwas darüber wisse wie die Maschine funktioniert) wäre es denkbar. Dann aber auch eine Hausgeburt. Wir müssen nun also dafür sorgen, dass dieses Mal alles gut geht, sodass uns beim zweiten Kind eine Hausgeburt gewährt wird. Ok. Wir lassen uns darauf ein.

Aber Risiko, warum? Unser Baby liegt immer noch «falsch». Kopf oben, Popo unten (Beckenendlage). Und das bedeutet (für sie): Kaiserschnitt. Also Glasgow, Hospital.

Kaiserschnitt kommt für uns nicht in Frage, selbst wenn das Kind die (voraussichtlich) verbleibenden drei Wochen bis zur Geburt sich nicht mehr drehen möchte, ist eine Geburt mit "Po" zuerst, möglich und verläuft meist gut. Das sollte dann aber doch eher im Krankenhaus (oder in unmittelbarer) Nähe passieren, dass man schnell agieren kann, wenn nötig. Das sehen wir ein und machen uns los…

Wir ziehen also nochmals um. Freundlicherweise hat uns Katherine angeboten diese Zeit bei ihr wohnen zu können. Sie wohnt sehr schön, ländlich, östlich von Edinburgh. Zu einem renommierten Krankenhaus mit (so hört man) top Entbindungsstation ist es nicht weit.

So bereiten wir uns nun vor am 3. Advent für mindestens 4 Wochen weg zu sein und, wenn wir zurück kommen, dass hier alles fertig ist, das Kind zu empfangen.


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